Archiv der Kategorie: Wochenendrebellen

Unsere Tourerlebnisse

Schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Weihnachten

Weihnachten feiern wir alle auf unterschiedliche Weise. In Indien überreicht man sich Zitronen, in Japan geht man zur Partnersuche in die Karaokebar, in Großbritannien werden in Feigenpudding Geldmünzen versteckt, in China weiß man noch nicht mal, dass man die Geburt Christi feiert und in Taiwan feiert man die Unterschreibung der taiwanesischen Verfassung. In Mitteleuropa verbinden wir es mit gewissen Werten und Bräuchen. Durch Weihnachten hat es die Kirche geschafft, über viele Jahrhunderte einen Kontrast zu der oft grausamen und tristen Zeit zu setzen, in der Folter und Tod an der Tagesordnung standen. Aus genau diesen Zeiten stammen die meisten religiösen Vorstellungen des Weltuntergangs, der Apokalypse und der vorhergehenden Endzeit. Es werden Kriege und Hungernöte auf der ganzen Welt beschrieben, die Erde schmelze unter sengender Hitze dahin.

Uns geht es heute so gut wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Und gleichzeitig sind wir dem beschriebenen Endzeitszenario so nah wie noch nie zuvor, doch ohne es zu wissen oder besser gesagt: Ohne auf Basis des Wissen entsprechend anderweitig zu handeln.  In jeder noch so brenzligen Situation hat Weihnachten Hoffnung verbreitet. Im ersten Weltkrieg haben sich deutsche und britische Soldaten mitten im Stellungskrieg verbrüdert. Auf der Apollo 8 Mission verbreiteten die drei Astronauten Hoffnung, als sie der Welt nach jenem politisch so turbulenten Jahr, das von der Ermordung Martin Luther Kings und dem Vietnamkrieg geprägt war, die Schöpfungsgeschichte mit dem Blick auf die Erde vorlasen. Nicht, dass sich meiner Meinung danach nur ein Fünkchen Wahrheit verbirgt, aber als Mittel zum Zweck erfüllen solche Momente durchaus ihr Soll – die Menschheit zusammenrücken zu lassen.

Doch alleine durch Hoffnung lässt sich die jetzige Problematik nicht lösen. Die Klimakrise übertrifft alle je dagewesenen Katastrophen um Längen. Letztlich ist nämlich auch Hoffnung ein Mittel zum Zweck genau so wie Angst, Macht, Geld und eben auch Religion. Es gibt sicherlich Menschen, die mehr Macht als ich haben.

Hätte ich mehr Macht, müsste ich kein Buch schreiben. Doch daran, diese Macht dafür einzusetzen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen scheitern alle großen Machthaber kläglich. Scheinbar besinnt man sich zu dieser Zeit auch oft auf das wirklich wichtige und wesentliche. Das wichtige ist nicht, was Maaßen oder Seehofer oder wer auch immer jetzt schon wieder von sich gegeben hat, nicht ob wir eine neue Hymne brauchen und ob es Kindergärten erlaubt sein sollte, auf Schweinefleisch zu verzichten, sondern wie sich die drohende Ausrottung der Menschheit verhindern lässt. Das ist das Thema, welches uns alle binden sollte, woran alle Menschen arbeiten sollten, was überall gelehrt werden sollte, was bei allen und überall höchste Priorität haben sollte. Jede unserer Handlungen muss intuitiv ökologisch geprägt sein, denn ein mögliches Ende ist nah. Nur weil etwas nicht greifbar ist, bedeutet dies nicht, dass es nicht existiert. Die Pest war nicht greifbar. Die Anreicherung der Atmosphäre mit Sauerstoff und das darauf folgende Massenaussterben auch nicht. Dennoch waren beides Katastrophen, die Millionen von Lebewesen das Leben kosteten. Wäre es nicht der Klimawandel, sondern ein 100 Kilometer großer Asteroid, der auf die Erde zurast, dann würde man sicher sehr wenige Menschen sagen hören, es sei Propaganda der Raumfahrtlobby oder der Markt regele das schon und wir sollten mit der Panikmache und Hysterie aufhören und in Ruhe abwarten ob so ein Einschlag nicht mehr Chancen als Risiken brächte und ob es nicht schon seit hunderttausenden von Jahren Einschläge dieser Art gab, sondern die ganze Menschheit würde ihre gesamte Kraft in die Bekämpfung der Katastrophe legen, denn ein Asteroid ist im Gegensatz zur Klimakrise greifbar. Wir leben in einer Zeit mit schwierigen und komplexen Fragen rund um die Uhr, so dass Gruppen mit einfachen Antworten oder Leugnungen des Problems massiven Zulauf erhalten. Asteroiden, welche die Erde im Abstand von vielen tausend Kilometern passieren sind häufig präsenter in den Nachrichten als das Abschmelzen des Permafrosts, welches unser aller Existenz unmittelbar bedroht und – wenn wir nichts tun – unweigerlich unsere Zivilisation zerstören wird.

Hoffnung und Besinnung auf das wesentliche sind nicht alles, was mein Buch zum idealen Weihnachtsgeschenk macht. Es geht auch darum, wenn ich es mal passend zum Kontext Weihnachten ausdrücken darf, die Schöpfung zu bewahren. All das ist nur durch eine lange Kette an Zufällen entstanden von dem jeder Einzelne sich eigentlich nur mit einer gegen null gehenden Wahrscheinlichkeit ereignet. Das entspricht der Redensweise, die Philosophen würden die Welt nur unterschiedlich interpretieren, es gehe aber darum, sie zu verbessern. Es ist egal, was man von der Welt denkt, woran man glaubt, welche Erfahrungen man hat. Es ist egal, wie die Welt entstanden ist, wir müssen sie nun gemeinsam schützen. Die Angewiesenheit auf die Erde ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Menschen. Wir alle sind in großer Gefahr. Der Klimawandel ist ein Kommunist. Er unterscheidet nicht zwischen reich und arm, zwischen jung und alt, zwischen groß und klein, zwischen gläubig und nicht gläubig, zwischen Europäern, Afrikanern, Amerikanern, Australiern und Asiaten. Er verhandelt nicht. Er spricht nicht. Er diskutiert nicht. Er handelt, bzw. wandelt. Und genau das sollten, nein, müssen wir auch machen, wenn wir überleben wollen. Einen Lebensstil entwickeln, der verantwortungsvollen Umgang mit sehr begrenzten Ressourcen mit dem sicherlich notwendigen Verzicht in Einklang bringt und dies mit einem hohen Maß an Lebensqualität verbindet. Das dies die lebenslange Schnitzel-Flatrate ausschließt ist gar nicht so bitter. Den Verzicht auf Spekulatius haben wir ja auch in zehn von zwölf Monaten gelernt. Das gilt es, gerade jetzt zur Weihnachtszeit, einer Zeit, in der man das Leben feiert, in aller Deutlichkeit auszudrücken. Mein Buch überzeugt Menschen. Schenke es jemandem. Für frohe Weihnachten.

Das Crowdfunding-Video:

Das Crowdfunding-Video zum Teilen und Verbreiten. Am besten mit Crowdfunding-Link. 😉

(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil III

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

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Vorabauszüge aus meinem Buch. Es gibt Medien, die wollten sie und ich wollte nicht und es gibt Medien, die ich will, die von meinem Buch nichts wissen. So bleibt als beste Vorveröffentlichungsplattform zum Glück noch immer mein Blog, auch wenn es da nicht so viele lesen.

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Auszug aus dem dritten Teil meines Buches:

„Jeder, der behauptet, man könne den Klimawandel auch aufhalten, ohne sich komplett vegan zu ernähren und auf fossile Brennstoffe zu verzichten, der erzählt eine Lüge. Natürlich können Emissionen durch Innovationen und Ideen verringert werden, aber das Klima kann nur mit strikten Verboten unter dem Kipppunkt gehalten werden. Menschen, die behaupten, es ginge anders, haben die Theorie einfach nicht begriffen. Die Emissionen müssen auf beinahe null gesenkt werden. Das ist ohne Veganismus und Autofreiheit nicht möglich. Es scheint, als sei unsere Zeit nicht reif für schmerzhafte Wahrheiten. Wir könnten auch Fleisch im Labor züchten, von den Alternativen in der Mobilität ganz zu schweigen. Doch es bringt einfach nichts, sich darüber aufzuregen, dass juristische Spitzfindigkeiten, politische Trägheit und Bequemlichkeit sowie Profitgier das verhindern. Es ist einfach, sich als Dorfbewohner aus der Affäre zu ziehen, indem man sagt, die Politik hätte verpennt (was auch stimmt, aber das tut nichts zur Sache). Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung, es ist viel befriedigender dem zu trotzen, mit dem Bus zu fahren, obwohl er nur alle zwei Stunden fährt, sich vegan zu ernähren, obwohl es in der Öffentlichkeit nur wenige Angebote dafür gibt. Zwischen uns Menschen und der Natur gibt es einen riesigen Unterschied. Wir Menschen diskutieren viel und handeln nicht. Die Natur diskutiert gar nicht und handelt konsequent. Die Natur diskutiert nicht mit euch darüber, ob Fleischessen ein Menschenrecht oder ein Auto auf dem Dorf notwendig ist. Das verdeutlicht wieder diese beklemmende Alternativlosigkeit, vor der wir stehen. Wenn man sagt, dass man sich nicht vegetarisch oder vegan ernährt, weil es in der heutigen Zeit eben nicht so einfach ist, hat man zwar recht, aber man gibt die Menschheit an sich auf. Egal wie riesig und unverhältnismäßig der Aufwand ist, die Alternative ist immer schlimmer. Es ist kein Wagnis, die Aussage zu treffen, dass ein philosophisches Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden wird. Die Frage ist nur, ob wir dies aus freien Stücken tun werden, oder ob uns Mutter Natur in die oftmals in rechtskonservativen Kreisen beschworene und dann tatsächlich herrschende Ökodiktatur versetzen wird.

In ein bis zwei Generationen werden die Menschen den Verzehr von Tieren abstoßend und befremdlich finden. Sollte sich meine Prognose erfüllen, so hätten wir eine Chance, die CO2-Emissionen in der Tat auf null zu reduzieren. Es wäre jedoch zu spät. Denn in spätestens zwei Generationen ist der Kipppunkt definitiv überschritten, wenn wir den Beschwichtigungen und Lügen großer Teile der Politik Glauben schenken. Die Tatsache, dass es in unserer Hand liegt, über die nächsten Jahrtausende auf der Erde zu entscheiden, hat einen simplen Grund, nämlich den, dass wir eine Erderwärmung von 1°C haben, und knapp darüber die irreversiblen Prozesse beginnen, die unsere Welt unbewohnbar machen werden. Es geht um das Stichwort Klimagerechtigkeit. Es ist nicht gerecht, dass die geringsten CO2-Emittenten, unsere Kinder und Kindeskinder, unter unserem Versagen zu leiden haben werden. Es ist nicht gerecht, dass wir über das Schicksal, über die Lebensqualität und über den Lebensraum künftiger Generationen entscheiden.“

Aus Kapitel 19 von Teil III meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Ein wenig erinnert mich diese Passage immer an meine Diskussionen zur Pendlerpauschale, in denen es in den letzten Monaten nach meiner öffentlichen Kritik und Forderung nach der ersatzlosen Abschaffung der Pendlerpauschale für alle Autofahrer durchaus auch einmal etwas ruppiger zuging. Im Grunde genommen wurde ich darin in meinen Ansichten, die ich schon vorher in diesem Absatz festhielt nur bestätigt. Ich möchte jetzt hier nicht die gesamte Argumentationskette wieder hervorholen, wer sich dafür interessiert, kann sich hier mein Statement komplett durchlesen. Im wesentlichen wollte ich in dieser Erörterung aber genau auf den Punkt hinaus, den ich auch im Buch vertrete. Ich habe nie behauptet, eine Streichung der Pendlerpauschale, ich nehme sie jetzt einfach mal als stellvertretendes Beispiel für viele Verbote und andere Klimaschutzmaßnahmen, seien gerecht, sozial, fair oder auch nur moralisch vertretbar.

Und jetzt? Aussterben? Ist auch nicht das gelbe vom Ei. So wahnsinnig viel gibt es da gar nicht hinzuzufügen, daher ist dies eher einer der kürzeren Beiträge. Aus diesem simplen Grund habe ich auch nicht darüber diskutiert, wie man als auf dem Land lebender Mensch ohne Auto zur Arbeit kommen soll. Umziehen, kündigen, hartzen, keine Ahnung. Doch ich präsentiere hier keine Ansichten, sondern lediglich die Faktenlage, aus denen selbst der Ungebildetste unter euch die Handlungsvorschrift recht eindeutig ablesen kann. In der gesamten derzeitigen Situation sehe ich mich als den Vertreter der Natur. Und die Natur diskutiert nicht, sie verhandelt nicht und sie schert sich auch nicht um soziale Gerechtigkeit. Für eine sozial nachhaltige Lösung des Klimaproblems ist es in meinen Augen zu spät. Daher: ohne Rücksicht auf Verluste handeln. Die Alternative ist das sichere Ende der Zivilisation, so wie wir sie kennen. Moral, Nachhaltigkeit, Sinn und Vernunft. Nichts davon ist mehr von Bedeutung. Wie ich es als Groundhopper für einen Großteil meiner Zielgruppe einmal zusammengefasst habe: Wir liegen 0:5 hinten in der Nachspielzeit des alles entscheidenden Spiels. Es gibt kein morgen. Sollen wir uns jetzt hinten reinstellen oder ohne Sinn und Verstand nach vorne preschen, die Gegner hemmungslos umnieten und uns am letzten Strohhalm festhalten, dass wir dieses Ding noch gedreht bekommen? Klingt schon logisch, oder?

Natürlich kann man sich auch herausreden, wie ich beschrieben habe, in dem man sich selbst von der Verantwortung befreit, mich als hochnäsig bezeichnet, dass ich mich in meinen Alter darüber ja noch gar nicht richtig äußern könnte oder, für ganz stumpfe Intellekte, die ganze Sache einfach leugnet. Wenn irgendein Mensch auf diese Welt das Recht dazu hat, darüber zu schreiben, dann ist es ein direkt Betroffener der auch noch Ahnung vom Thema hat. Auf 95% der Urheber der Kommentare zu meinem Statement trifft keines davon zu. Ich bin bekennender Utilitarist. Für mich kann man alles gegeneinander abwägen. Dabei sind zukünftige Menschenleben gleichwertig mit gegenwärtigen. Ja, der Klimaschutz wird Menschen mit großen Probleme konfrontieren, Menschen arbeitslos machen, Menschen an den Rand der Existenz bringen, vielleicht sogar Menschen opfern. Und all das lass ich mir gerne auf mein Konto anrechnen. Denn all das wird sich lohnen.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil II

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Warum die Bild am Sonntag keine Vorabauszüge bekommt, habe ich hier beschrieben. Für mich nachvollziehbar ist es aber, dass viele sich vielleicht nicht trauen innerhalb meines Crowdfundings mein Buch zu erstehen, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Das möchte ich ändern und zumindest einen Kapitelauszug aus jedem der drei Teile meines Buches hier im Blog veröffentlichen. Es ist nicht die Reichweite der Bild am Sonntag, aber vielleicht kennt ihr ja jemanden, der sich für die Thematik interessiert und dem ihr das Crowdfunding ans Herz legen könnt oder für den ihr gleich selbst zuschlagt um euch ein schönes Weihnachtsgeschenk zu sichern.

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Auszug aus dem zweiten Teil meines Buches:

„Die Energie, die wir beispielsweise an der Nordsee durch Offshore-Anlagen produzieren, wird zu einem großen Teil nicht genutzt. Tatsächlich sind die Stromtrassen so schlecht ausgebaut, dass in Bayern die Braunkohlekraftwerke angeschaltet werden müssen, während die Offshore-Anlagen ins Ausland exportieren. Jeder elektrische Leiter leistet einen sogenannten elektrischen Widerstand. Den Widerstand kann man sich als Barrieren innerhalb des Leiters vorstellen, die dem Stromfluss im Weg stehen. Um diese Barrieren zu überwinden, ist Energie nötig, die dann nicht am Ende ankommt. Eine 1:1-Übertragung von Strom in der ganzen Welt ist mit der derzeitigen Technologie also nicht möglich. Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer.

In der Schule lernt man, dass der elektrische Widerstand größer wird, wenn die Temperatur größer wird. Man kann sich das so vorstellen, dass sich die Barrieren bei hohen Temperaturen schneller bewegen und den Stromfluss somit noch stärker stören. Kühlt man einen Stoff, so sinkt der Widerstand, und die Leitung des Stroms funktioniert besser. Doch jeder Stoff hat eine sogenannte Sprungtemperatur. Kühlt man einige Körper unter die Sprungtemperatur hinaus, dann fällt der elektrische Widerstand plötzlich abrupt auf null. Ist dieser Zustand erreicht, dann gibt es im Objekt keine elektrischen und magnetischen Felder (für eine ausführliche Erklärung siehe Kapitel 1 und 2) mehr, man spricht von einem Supraleiter. Einige Supraleiter können sogar äußere magnetische Felder verdrängen. Dadurch können sie durch Magnetfelder schweben. Das klingt nach einer Schlüsseltechnologie: Ein Material, welches Strom ohne Verluste transportieren und zum Schweben gebracht werden kann, hätte viele Anwendungsmöglichkeiten für Energie, Verkehr und Kybernetik. Doch es gibt einen Nachteil. Dieser Zustand wird eben nur bei extrem niedrigen Temperaturen erreicht. Es ist fraglich, ob es energetisch sinnvoll ist, einen verlustfreien Energietransport zu garantieren, indem man Stromtrassen auf -200°C kühlt. Deshalb suchen Wissenschaftler nach Möglichkeiten, diesen Zustand auch bei höheren Temperaturen herbeizuführen. 2019 sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Man hat ein Material namens Lanthanhydrid gefunden, welches schon bei -23°C supraleitend wird. Verwandte Materialien könnten schon bald Supraleitung über dem Gefrierpunkt ermöglichen. Die Entdeckung von Supraleitern bei Raumtemperatur würde vermutlich endgültig die vierte Industrielle Revolution auslösen. Dann wären wir kurz davor, zur Zivilisation Typ 1 zu werden. Ein zollfreier Markt aus erneuerbaren Energien, der für jeden zugänglich ist, und ein Transport durch Supraleiter, das ist meiner Meinung nach die Zukunft der Energie, beziehungsweise die Energie der Zukunft.

Einige fragen nach noch unbekannten Arten der Energiegewinnung. Zu nennen sei in diesem Zusammenhang die Kernfusion, deren Wirkungsprinzip ihr schon in Kapitel 3 erfahren habt. Es ist das Prinzip, welches auch Sterne leuchten lässt. Auch Kernfusion ist eine potentielle Backstop-Technologie. So hat die Europäische Union das Projekt ITER gestartet, dessen Ziel es ist, den ersten Kernfusionsreaktor ans Netz zu bringen. Das ist ein nobles Ziel, immerhin garantiert die Kernfusion eine unerschöpfliche Energiequelle, die keinen Abfall, kein CO2 und keine großen Kosten verursacht. Daher hat die Europäische Union das Projekt aus ihrem Klimaschutzetat finanziert. Das sehe ich persönlich sehr kritisch. Erstens ist es nicht sicher, ob jemals ein Fusionsreaktor Energie liefern wird, weil es gar nicht klar ist, dass das Prinzip funktioniert. Zweitens ist die Kernfusion eine Technologie, die man gefühlt schon immer 20 Jahre in der Zukunft liegend sieht. Mittlerweile ist man realistisch und sagt, dass der ITER frühestens 2050 ans Netz gehen wird. Für die Lösung unserer Klimaprobleme ist das jedoch zu spät.

Des Weiteren befinden sich in der Reihe der potentiellen zukünftigen Energien andere Formen der Solarenergie, etwa der Dyson-Schwarm aus dem letzten Kapitel, der die Energie der Sonne direkt abzapfen soll. Meiner Meinung nach sind das Technologien, die uns vielleicht in einigen Jahrhunderten zur Zivilisation Typ 2 verhelfen können. Doch zunächst sollten wir die Energie der Erde nutzen, um zur Zivilisation Typ 1 zu werden und unser Klimaproblem schnell zu lösen. Auch dafür sind jedoch Investitionen notwendig, die sich erst nach Jahrzehnten lohnen. Das ist immer eine gefährliche Sache, erst recht wenn es um Forschung geht, denn auch wenn es im Bereich der Supraleiter besser aussieht als bei der Kernfusion, ist es nicht garantiert, dass Supraleiter bei Raumtemperatur möglich sind. Wenn wir es nicht erforschen, dann werden wir es nie erfahren. Wer immer nur im Hier und Jetzt lebt, der wird auch in Zukunft im Hier und Jetzt leben müssen, welches er durch genau diese Denkweise verursacht hat. Wer aber vorrausschauend lebt, der kann dies auch in Zukunft tun, da er im Hier und Jetzt keine Probleme hat.“

Aus Kapitel 9 von Teil II meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Mich überkommt immer wieder eine Mischung aus Eifersucht, Verwunderung und Skepsis, wenn ich mit anderen Menschen über die Klimakrise spreche. Oft transportiert mein Gegenüber dabei einen in meinen Augen völlig unangebrachten Optimismus. Während ich meist recht panisch spreche, frage ich mich, ob er den Ernst der Lage verstanden hat und wer hier gerade die eingeschränkte Perspektive hat. Häufig sind es Technologie, Innovation und Fortschritt Schlüsselworte in der Debatte. Über meinen Blickwinkel auf die Rolle von neuen Technologien in der Lösung der Klimakrise schreibe ich auch in Teil II, wo ich die jetzige Situation unserer Gesellschaft oft auch anhand historischer Beispiele beschreibe.

Wenn ich mal wieder zu einem historischen Beispiel greifen darf, dann hat Technologie bisher noch nie derartiges bewirkt. Ganz im Gegenteil: Mit jeder Technologie hat sich die Sache bisher verschlimmert. FCKW, als CO2-neutraler Heilbringer gepriesen, erwies sich als hochgradig ozonschädigend. Das Auto wurde als Nachfolger der schmutzigen und nahrungsmittelintensiven Pferde gefeiert und quasi zu einer Ersatzreligion für Europäer, heute ist es ein Hauptproblem in unserer Gesellschaft – Wasserstoffautos und Co. haben sich nicht einmal ansatzweise durchgesetzt. Künstliche Kernfusion, mit der teilweise die Zerstörung von Wind- und Solarlobby gerechtfertigt wurde, funktioniert derzeit noch nicht einmal theoretisch sicher. Und der freie Markt regelt schlicht und einfach gar nichts, sonst gäbe es ja auch keine FDP.

Kommen wir mal wieder auf FCKW zurück. Nach dem Verbot erholte sich das Ozonloch drastisch, nach strengeren Vorlagen für die Industrie verbesserte sich die Gewässerqualität in Deutschland schlagartig, nach der Verteuerung von Plastiktüten ging der Verbrauch rapide zurück, durch eine verbindliche nachhaltige Holzwirtschaft wächst die Waldfläche Deutschlands jährlich. Bisher hat sich nur durch Regulierungen und Verbote seitens der Politik etwas verändert. Natürlich kann es sein, dass es Technologien geben wird, die uns beim Klimaschutz helfen. Natürlich werden wir eines Tages neue Formen der Energiegewinnung finden. Doch unsere gesamte Existenz in diese Hoffnung zu legen, ist nicht zu verantworten. Die Solarzelle gibt es seit 1883, Windkraft wird seit dem 12.Jahrhundert genutzt und Glas gibt es seit 3500 v. Chr. Es gibt Alternativen. Es gibt Technologien, und zwar zu Hauf. Und wenn es noch mehr geben sollte in Zukunft, schön. Aber darauf als alleinige Lösung zu vertrauen ist vermutlich nichts mehr als Verdrängung.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde- Ein Auszug aus Teil I

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

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Gestern habe habe ich euch beschrieben, warum ich die Anfrage einer großen Zeitung nach Vorabauszügen aus meinem Buch abgelehnt habe. Da ich die Idee dennoch recht gut finde, die wenigsten die Katze im Sack kaufen möchten und mir nur noch 300 Buchkäufer fehlen um eine deutliche Druckkostenreduzierung zu erzielen, habe ich mich entschlossen, euch als meinen potentiellen Unterstützern Vorabauszüge zu zeigen. So möchte ich euch in den nächsten drei Tagen aus jedem Teil meines Buches eine Passage zur Verfügung stellen und etwas detaillierter darauf eingehen. Vielleicht helft ihr mir die Inhalte aus meiner Filterblase zu tragen um noch den ein oder anderen Unterstützer gewinnen zu können. Los geht’s!

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Auszug aus dem ersten Teil meines Buches:

„Isaac Newton suchte große Teile seines Lebens nach einem Naturgesetz, das beschreibt, wieso die Erde 149.600.000 Kilometer von der Sonne entfernt ist und so genau in der habitablen Zone liegt. Nach Jahrzehnten erfolgloser Suche war er am Verzweifeln. Tja, die Suche nach diesem Gesetz war wohl das, was wir heute als verschwendete Lebenszeit bezeichnen, denn so ein Gesetz gibt es nicht. Um es sich besser zu veranschaulichen, stellt euch einen Würfel mit 1.000 Flächen vor. (Mathematisch ungenau, denn mit 1.000 Flächen ist es kein Würfel, aber es geht um das Prinzip des Würfelwurfes.) Die Zahl 1.000 steht für einen lebensfreundlichen Planeten. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass sie die 1.000 würfeln. Genauso unwahrscheinlich ist es jedoch, dass sie eine 362 würfeln. Jetzt würfeln sie eine Million dieser Würfel auf einmal. Sie erwarten natürlich, dass ein paar Würfel die Zahl 1.000 zeigen. Dem ist auch wahrscheinlich so. Es gibt im Universum so viele Planeten, dass es statistisch fast unmöglich ist, dass sich kein Planet mit lebensfreundlichen Bedingungen bildet. Wir hatten Glück, das ist alles. Es gibt kein Gesetz, welches sagt, dass das so sein muss, denn es muss nicht so sein, es war nun mal so.

Die Erklärung dafür ist philosophisch. Wenn wir allerdings kein Glück gehabt hätten, wären wir nicht da und könnten nicht darüber nachdenken. Es ist also nötig, dass man Glück hat, damit man sich fragen kann, wieso man Glück hat. Ähnlich wie bei einem Wettbewerb mit einer Million Teilnehmer, von denen nur einer gewinnt. Keiner der 999.999 Verlierer wird sich fragen, wieso er wohl verloren hat. Der Sieger fragt sich dagegen schon, wieso er der Sieger ist. Wenn er es nicht wäre, könnte er sich die Frage nicht stellen. Philosophen sprechen vom anthropischen Prinzip. Vermutlich haben auch andere Planeten den Jackpot gewonnen. Nach neusten Erkenntnissen könnte jeder zwanzigste Planet in der bewohnbaren Zone liegen. Auch das hat eine philosophische Seite. In jedem neuen Weltbild haben wir eine unbedeutendere Stellung eingenommen. Zuerst waren wir der Mittelpunkt des Universums, dann war die Sonne der Mittelpunkt des Universums. Zuerst dachten wir, unsere Galaxis sei alles, was es gab, und jetzt ist auch sie nur eine von zwei Billionen Galaxien. Diesen Trend bezeichnet man als kopernikanisches Prinzip.“

Aus Kapitel 3 von Teil I (Die Geburt eines Wunders) meines Buches „(T)raumschiff Erde“

Der oben aufgeführte Auszug fasst den Kerngedanken von Teil I meines Buches recht gut zusammen. Natürlich geht es auch viel um die physikalischen Details zur Entstehung und Entwicklung des Universums, doch die wären in einem Absatz aus dem Kontext gerissen und damit sowieso als Auszug ungeeignet, daher habe ich mich für eine Passage entschieden, die sich viel mehr unserer Rolle im Universum und unserem eigenen Weltbild widmet. Genau dieses Bild folgt nämlich in der Wissenschaft einem gewissen Trend, dem kopernikanischen Prinzip. Das kopernikanische Prinzip beschreibt die Entwicklung, dass der Mensch in immer weiter fortschrittlicher werdenden Weltbildern eine immer unbedeutendere Rolle einnimmt. Benannt wurde er nach Nikolaus Kopernikus, der dem heliozentrischen Weltbild zum Durchbruch verhalft, nach dem die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern um die Sonne kreist. Doch dieser Revolution ist offenbar eine gewisse Grenze gesetzt. Denn schließlich sind wir da – und sonst kaum jemand. Obwohl wir einen unbedeutenden Ort im Universum bevölkern, ist intelligentes Leben also natürlich schon etwas Besonderes. Denn die Tatsache, dass wir da sind spricht für sich. Es gibt viele Orbits auf denen die Erde die Sonne umkreisen könnte, der überwältigende Großteil davon ist mit unserer Existenz nicht zu vereinbaren. Es gibt viele Möglichkeiten auf die sich Atome und Moleküle ordnen können – der überwältigende Großteil davon bringt nicht das hervor, was wir als Leben bezeichnen. Es gibt viele mögliche Werte für Naturkonstanten und Teilchenmassen – die überwältigende Mehrheit würde zu einem ganz anderen Universum führen, welches für Leben ungeeignet ist. Es gibt keinen Grund dafür, warum das so ist. Die Naturkonstanten sind nicht so, damit wir existieren. Sie sind es einfach.

Die entscheidende Frage über die man sich streiten kann ist natürlich, was das über den Menschen aussagt und welche Wirkung das auf uns haben sollte. Sollte es uns demütig und ehrfürchtig machen oder ist es quasi eine Aufforderung, sich diesen Planeten untertan zu machen? Die Wahrheit ist wohl, dass das ganze keine tiefere Botschaft an uns erhält. Wir sind da und frei darin, mit dieser Situation zu tun was wir wollen. Wenn es eine darauf angemessene Reaktion gibt, dann ist es wohl Dankbarkeit. Und zur Dankbarkeit gehört auch, dass man das, was man hat schätzt. Und das dürfen keine leeren Phrasen sein. Das müssen die Grundpfeiler sein, nach denen wir unser Handeln richten. Allgegenwärtig und jeden Tag bei jeder Entscheidung sollten wir uns daran erinnern.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde in der Bild am Sonntag.

Wir alle müssen alle tagtäglich tausende Entscheidungen treffen. Wie jedem anderen Menschen auch fallen mir einige Entscheidungen leicht, manche lassen sich logisch erschließen und nicht wenige Entscheidungen fallen mir besonders schwer. So lasse ich mir morgens die Garderobe von meiner Mama herauslegen, da es zu komplex ist, selbst die bestmögliche Entscheidung zu treffen und auch in der Tagesplanung bin ich oft recht hilflos, da ich mich zwischen den vielen verschiedenen Möglichkeiten einfach nicht entscheiden kann. Für viele Nichtautisten banale Entscheidungsprozesse, für mich Fragen mit sehr vielen Variablen und Parametern, deren Überdenken bis zum Ende mich schon erschöpfen würde, bevor ich überhaupt in der Schule bin. Das ist kein kognitives Problem, aber es würde zu weit führen dies im Detail zu erklären.

Beim Schreiben eines Buches bleibt das Treffen von Entscheidungen natürlich keineswegs aus. Von der Auswahl an Themen, die ich aus Gründen der Komplexität außen vor ließ, über die Wahl von Titel, Cover und Format bis zur Erstellung der Crowdfunding-Kampagne war der Weg von (T)raumschiff Erde gespickt von wichtigen Entscheidungen. Hier sind es aber zumeist Entscheidungen mit klarer Konsequenz oder Fragen für deren Beantwortung sich Argumente Für und Wider klar gegenüber stellen lassen.

Einige fielen mir sehr leicht, wie z.B. der Titel oder das Format, wo ich teils von Anfang an gewisse Vorstellungen hatte oder die Festlegung des Spendenziels für die Neven Subotic Stiftung, über das ich nicht viel nachgedacht hatte, bevor ich es verkündete, sondern es einfach mit mir selbst als Ziel ausmachte und mich erst im Anschluss damit beschäftigte, wie ich das Erreichen möchte. Oftmals treffe ich Entscheidungen für mich, die ich bezüglich ihres Ziels für alternativlos halte, setze mich so selbst unter Druck, weil ich die Konsequenzen tragen muss, die meine Handlungen resultierend aus diesen Entscheidungen auslösen. Ich kaufe zum Beispiel keine Getränke mehr aus Plastikflaschen und benutze auch keinerlei Einwegbesteck aus Plastik mehr. Das war im Schüleraustausch in Italien schon ein Problem, weil ich über den Tag hinweg nicht so einfach wie gewohnt an trinkbares Wasser kam. Ähnlich verhält es sich wenn wir als Wochenendrebellen unterwegs sind und du dich vegetarisch und plastikfrei ernähren möchtest, dann dauerte in der Vergangenheit der Verzehr von Kartoffelbrei mit einem Holzrührstäbchen auch schon einmal ein wenig länger. Wichtig ist mir die Konsequenz auszuhalten und meine Entscheidungen nicht ständig rückgängig machen zu müssen.

Im Buchkontext gestalteten sich Entscheidungen wie die Covergestaltung schwieriger. Bis zum Schluss gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Vorschlägen. Das Festlegen der Fundingschwelle, bei dem ein scharfes Abwägen zwischen realistischer Kostenkalkulation in Verbindung mit ökologischen Druck und Versand und einem realistischem Preis nötig war. Die kleine Auflage, gepaart mit meinem Anspruch an das Material und den Produktionsprozess hätten auch einen Buchpreis von 30 € rechtfertigen können und doch war es mir wichtiger, dass viele Leute mein Buch lesen und nicht unbedingt viele es kaufen. All diese Entscheidungen habe ich getroffen und ich glaube, ich habe sie gut getroffen. In einigen Fällen konnte ich auf den Rat von Fachleuten zurückgreifen und manchmal hat auch Papsi geholfen die jeweiligen Konsequenzen einer Entscheidung zu verdeutlichen. Bei der bisher für mich schwierigsten Entscheidung konnte mir aber weder Papsi noch ein Experte helfen.

Ich war im Rahmen eines Schüleraustauschs in einem kleinen Dorf in Italien und nur sehr beschränkt erreichbar, als eine Anfrage per Mail einging. Eine große deutschlandweit erscheinende Wochenzeitung hatte Interesse an Vorabauszügen aus meinem Buch. Das hat mich selbstverständlich erst einmal sehr gefreut. Der Nachteil ist, dass diese Zeitung dafür bekannt ist, des Öfteren mal rassistische Perspektiven oder auch Klimawandelleugner-Propaganda zwischen Wetterbericht und Sportteil zu platzieren. Ich möchte erklären, wieso ich mich in einer moralischen Zwickmühle befand. Die Gründe die gegen eine Zusammenarbeit sprechen, liegen auf der Hand und würden so manch einen dazu bewegen, das Angebot vorzeitig abzulehnen. Doch auch die Vorteile, die sich durch die Annahme ergeben würden, sind nicht unerheblich.

Zunächst ginge damit eine unglaubliche Reichweitensteigerung einher. Für die aktuelle Crowdfunding-Kampagne würde dies bedeuten, dass mir später ein größeres Budget für die Verbreitung meiner Botschaft zur Verfügung steht und für die später erscheinende E-Book-Version wäre es wahnsinnig reizvoll mit einem reichweitenstarken Partner zusammenzuarbeiten. Damit würden noch viel mehr Menschen meine Botschaft erhalten und mehr Menschen würden zum Handeln bewegt werden. Zudem täte ja gerade der Leserschaft dieser Zeitung ein wenig Nachhilfe in Sachen Klimaschutz und Verantwortung für unsere Gesellschaft gut. Dadurch gibt es einen direkten Mehrwert, der bei Annahme eines Angebots bestünde. Doch das ist nicht das einzige Argument welches für eine Zusammenarbeit sprach.

Mit einer höheren Verkaufszahl geht auch eine höhere Spende für die Neven Subotic Stiftung einher, da ich die E-Book-Einnahmen zu 100% spenden werde, brächte jedes E-Book Menschen in Äthiopien sauberem Wasser ein wenig näher. Verkaufsfördernde Vorabauszüge würden somit nicht nur enorme Vorteile für den Klimaschutz mit sich bringen, sondern auch dabei helfen, mehr Kindern in Äthiopien eine Trinkwasserversorgung zu ermöglichen. Darf ich mich dann überhaupt gegen das Angebot entscheiden? Steht es mir zu Medien auszuschließen, die mich nachweislich dabei unterstützen würden, wenn ich Menschen helfen will? Was ist wenn 1000 Menschen durch die Vorabauszüge in der Zeitung das E-Book für 5 € kaufen würden und ich somit auf 5000 € für die Stiftung verzichte? Wäre das nicht diese moralische Überhöhung von der immer alle sprechen?

Ich war verunsichert, also fragte ich Menschen aus meinem Umfeld und Twitter.

Es gab Menschen, die mich mit nachvollziehbaren Begründungen ermunterten sich so eine Chance nicht entgehen zu lassen. Man müsse „unbedingt die Reichweite mitnehmen“ und das „gute Sachen auch in schlechten Medien gute bleiben.“ Einige teilten aber deutlich mit, dass dies nicht so eine gute Idee wäre und baten mich an die Worte von Max Goldt zu denken, andere wiederum empfanden alleine die Nachfrage auf Twitter „lächerlich hoch unendlich.“

Maßgeblich zu meiner Entscheidung beigetragen, hat dann weniger das finale Voting-Ergebnis der Abstimmung, sondern zwei Antworten, die mich zum Teil in meinem ersten Bauchgefühl bestätigten, mir aber auch noch eine neue Perspektive gaben.

Das Umfrage-Ergebnis:

Wir waren bei Menschenrechten. Ein gutes Stichwort.

Ich habe mich dagegen entschieden und dem Redakteur der Bild am Sonntag geschrieben, dass ich keine Vorabauszüge aus meinem Buch zur Verfügung stelle und auch meine Aktion nicht in Ihrer Zeitung beworben wissen möchte.

Wie ist das zu rechtfertigen? Man muss wissen, was mein Ziel ist, wofür ich all das mache. Mein Ziel ist nicht Geld, Ruhm oder Macht. Ich kann und möchte nicht sagen, dass mir diese Dinge komplett egal sind, aber in der derzeitigen Situation sind sie Luxus und somit zweitrangig. Mein Ziel ist die Rettung dieses Planeten vor der Klimakrise und in den letzten Monaten habe ich sämtliches Vertrauen darin verloren, dass dies mit einer „Sozial-ökologischen Marktwirtschaft“, wie auch immer die aussehen soll, möglich ist. Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass das System der Marktwirtschaft und des Kapitalismus in seiner jetzigen Form zerschlagen werden muss, um die Klimakrise zu lösen. Und ein neues System wird niemals mit den Profiteuren des Alten zu erreichen sein. Ich möchte die Welt zu einem besseren Ort machen – und bin dabei nicht bereit mit denen zu kooperieren, wegen denen sie überhaupt so ist, wie sie ist. Die Zeitung, von der ich hier spreche, ist das absolute Paradebeispiel, fast schon die mediale Verkörperung dessen, wogegen ich kämpfe.

Haltung, ein weiteres Schlüsselwort in dem, was ich mache. Ich habe nie viel von Menschen gehalten, die sich in Neutralität und Zurückhaltung üben und sich in aus einer Position der Erhabenheit als die objektive moralische Instanz sehen und sich verantwortlich fühlen zwischen Lagern zu vermitteln. Mir war es schon immer wichtig, Stellung zu beziehen und zu wahren, mich unmissverständlich zu positionieren, diese Positionierung den Menschen in aller Deutlichkeit mitzuteilen und jede meiner Handlungen konsequent dieser Positionierung zu unterwerfen, was nicht bedeuten muss, dass ich nicht in der Lage bin meine Position mit dem Erhalt neuer Erkenntnisse zu überdenken. Die mir als jungem Menschen vorliegenden Erkenntnisse reichen aber ganz sicher aus um sich in vielen Belangen politisch und gesellschaftlich klar zu positionieren. Ich habe meine Haltung schon immer ernst genommen. Wenn die wissenschaftliche Bewertung eindeutig ist, habe ich dies immer als Basis, als Entscheidungsgrundlage für mein ganz persönliches Handeln verwertet. Als ich gesehen habe, dass der Verzehr von Fleisch nicht mit einem langfristigen Überleben auf der Erde vereinbar ist, habe ich nicht gesagt „Ich kann das nicht.“, sondern mich der Faktenlage angepasst und vor allem entsprechend der Faktenlage gehandelt. Dieser Grundsatz hat mich recht weit gebracht und ich habe jetzt nicht vor, ihn über Bord zu werfen.

Das hätte ansonsten auch ein Stück von jener Doppelmoral, die mir so gerne vorgeworfen wird. Nicht, das ihr mich falsch versteht, die Kommentare irgendwelcher AfD-Lappen, die auch Zweifel daran schüren würden ob zwei mal zwei wirklich vier ist, wenn es Ihnen politisch zum Vorteil gereicht, haben keinerlei Einfluss auf meine Entscheidungen und werden mich ganz sicher nicht davon abhalten, meine Botschaft konsequent in die Welt zu tragen. Die alltagspolitische Erfahrung bestätigt es, dass die Gesellschaft ein recht feines Gespür für Doppelmoral hat, wenn sie bei anderen und nicht sich selbst zu finden ist und wenn der Kontext einer Entscheidung nicht ersichtlich ist. Damit geht dann schnell ein Glaubwürdigkeitsverlust einher, wobei es sich in meiner Position um das absolute Worst-case-Szenario handelt. Ich kann mich nun mal einfach nicht jede Woche aufregen, was für ein Dreck jetzt schon wieder in der Zeitung steht und sie dann durch meinen eigenen Beitrag auch wieder legitimieren – völlig egal, welche Vorteile locken.

Reichweite ist nun mal kein Selbstzweck und unsere Crowdfundingkalkulation basiert auf der Rechnung, dass der Druck von 500 Büchern nun einmal leider fast die gleichen Kosten verursacht, wie der Druck von 1000 Büchern. Durch Reichweite selbst wird kein CO2 eingespart, kein Kind vor dem Verdursten gerettet und die Welt um keinen Deut besser. Nur durch Handlung und Veränderung treten alle diese Dinge ein. Reichweite ist sicher eine wichtige Stütze, um das zu erreichen, doch Glaubwürdigkeit ist wichtiger. Ich erwarte von den Menschen in meinem Buch schließlich nicht weniger als die komplette Aufgabe ihres Lebensstils. Ein wenig Transparenz, wie es zu meinen Entscheidungen gekommen ist,  bin ich ihnen dafür in meinen Augen schuldig.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Wissenschaftliches Lektorat- Ein Interview zu (T)raumschiff Erde

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Interview mit Klaus Peter Haupt, Studiendirektor und Leiter des Schülerforschungszentrums Kassel.

Ich habe KP kennengelernt, als ich zum ersten mal ins Schülerforschungszentrum Nordhessen kam. Obwohl ich als Grundschüler dorthin kam und somit eigentlich noch viel zu jung für ein eigenes Forschungsprojekt war, dauerte es nach ein paar Zwischenfragen und mehrminütigen Monologen meinerseits nicht lange, bis ich meinen festen Platz dort hatte. Seitdem ist KP mein Mentor und berät mich bei meinem Forschungsprojekt und anderen wissenschaftlichen Fragen. Als ich mich dazu entschied, ein wissenschaftliches Buch zu schreiben, war für mich natürlich sofort klar, dass ich ihn nach der Durchführung des wissenschaftlichen Lektorats fragen werde, worauf er einwilligte.

Das komplette Interview auf Youtube.

https://youtu.be/TjUG6LXMkfA
Das gesamte Interview gibts auf Spotify, oder mit deiner Podcatcher-App als Radiorebell-Podcast oder auf unserem Youtube-Kanal.

00:01:22 Vorstellung KP Haupt

00:03:00 Wissenschaftliche Akzeptanz

00:04:30 Umgang mit Klimawandelleugnern

00:06:55 Fridays for future

00:10:00 Konservatismus in der WIssenschaft

00:15:30 Blickwinkel & Veränderungen

00:21:30 Überbevölkerung

00:23:00 Alte weiße Männer

00:26:00 Die Zukunft von Fridays for future

00:29:00 Mein Buch (T)raumschiff Erde

00:31:30 Die inflationäre Phase

00:36:00 Entropie

00:40:30 Der Welle-Teilchen Dualismus

00:41:05 Das Drama um die kosmologische Konstante

00:44:06 String-Theorie

00:48:01 Kapitel 3- Planetenbildung

00:59:30 Das anthropische Prinzip innerhalb von Multiversen

1:00:00 Definition von Leben

1:00:05 Kapitel 5- Entstehung von Leben

1:13:00 Kapitel 6+7 – Die 5 großen Massenaussterben

1:17:00 Dankbarkeit

1:18:00 Industrialisierung

1:23:00 Ozonloch

1:25:00 Wissenschaftliche Kommunikation

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(T)raumschiff Erde- Teil 3- Der Mensch als Lösung.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfundingfür mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse, warum ich überhaupt ein Buch geschrieben habe und viele weitere Infos findest du hier.

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Inhalt des dritten Teil meines Buches:

Der Mensch als Lösung.

Wie sieht unsere Zukunft aus? Diese Frage hat sich wohl jeder schon einmal gestellt. Dabei tun wir, wenn es um unsere Zukunft geht, immer so als wäre es eine Wettervorhersage. Als könnten wie nichts tun, sondern sie nur vorhersagen. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Wie wir in der Zukunft leben, hängt fast nur von unserem Handeln ab. Wir müssen die Zukunft nicht vorhersagen, wir müssen sie bestimmen. Genau diese Zukunft beschreibe ich im dritten und letzten Teil meines Buches (T)raumschiff Erde. Zunächst gehe ich auf die weitere Entwicklung des Globalisierung ein. Was können wir tun, um sie nachhaltiger zu gestalten und somit die im vorherigen Teil aufgeworfenen Probleme zu lösen.

Eine Branche über deren Zukunft ebenfalls heftig diskutiert wird ist die Landwirtschaft. Wir haben sie seit der neolithischen Revolution, doch so wie wir sie derzeit betreiben führt sie in eine Sackgasse. Dennoch hat die Landwirtschaft Zukunft. Um diese zu erläutern, führe ich in verschiedene  Möglichkeiten ein, etwa in das Konzept der urbanen Landwirtschaft, welches Transportwege drastisch verringert und für einen gesunden Ausgleich zwischen der urbanen und der ländlichen Bevölkerung sorgen würde. Aber ich gehe noch weiter. In Zukunft werden auch Pflanzen ohne Erde und Fleisch ohne Tier möglich sein. Und ich rede nicht von steinharten Soja-Pattys, die dennoch beim Anfassen zerfallen, sondern von tatsächlichem organischem Fleisch. Die Rede ist von In-vitro-Fleisch, Fleisch, welches im Reagenzglas hergestellt wurde. Dafür ist nur eine Tierzelle nötig, die dann im Labor vermehrt wird. So kann man echtes Fleisch genießen – ohne, dass dafür Tiere benötigt werden, die CO2 und Methan verursachen, Fläche brauchen und getötet werden müssen. Pflanzen ohne Erde sind auch weniger weit hergeholt als es klingt. Es sind bereits Pflanzen in riesigen Hochhäusern mit Nährstofflösungen, in der Antarktis, auf der ISS und sogar auf dem Mond gewachsen. Auch Fleisch aus dem Reagenzglas ist bereits Realität und wird in den USA verkauft. Derzeit schätzt man, dass das In-vitro-Fleisch ab 2025 eine nennenswerte Rolle im Fleischmarkt spielen wird.

Eine ganz andere Entwicklung ist die Urbanisierung, also die Entwicklung, dass Städte sich immer weiter ausdehnen und Ballungsräume bilden, in denen viele Millionen Menschen leben. Die Probleme der Urbanisierung und die Stadt der Zukunft erläutere ich anhand von Beispielen aus zehn Metropolregionen weltweit. Dabei sind Städte, die in immerwährenden Teufelskreisen gefangen sind, Städte, in denen die Kluft zwischen arm und reich einfach zu groß wird oder Städte, in denen die Infrastruktur wegen der um sich greifenden Umweltverschmutzung zusammengebrochen ist. Doch auch dort gilt: für jedes Problem gibt es eine Lösung. Und wenn wir diese finden und umsetzen, dann steht den Städten eine blühende Zukunft bevor.

Es gibt wohl kein Thema, welches so eng mit Globalisierung und Digitalisierung zusammenhängt wie die Arbeit. Doch das Grundkonzept der Arbeit, welches sich seit der neolithischen Revolution in der Steinzeit fast gar nicht geändert hat, bedarf einer Überarbeitung, ja einer Revolution. Die Rede ist vom heiß diskutierten Bedingungslosen Grundeinkommen. Zunächst stelle ich die Fakten dar und erkläre die formulierten Arten des Bedingungslosen Grundeinkommens. Außerdem schreibe ich über den jetzigen Stand, etwa über Länder, in denen Testphasen liefen und den Stand der politischen Debatte in Deutschland. Anschließend werde ich grundlegender. Es geht um den Nutzen des Bedingungslosen Grundeinkommens. Dabei beleuchte ich die Folgen sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus psychologischer Sicht. Dabei komme ich auf ein Ergebnis, welches in Opposition zur häufig geäußerten Meinung steht, niemand gehe mehr arbeiten, gebe es ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Außerdem beschreibe ich die Probleme, die es lösen kann und wieso es die Lösung für das bevorstehende Jobproblem wegen der digitalen Revolution ist.

Schließlich führe ich alle Stränge zusammen. Wie werden wir in der Zukunft leben? Was wird das erste sein, was wir an einem normalen Tag im Jahr 2080 machen? Welche Trends aus den letzten Jahrzehnten werden sich fortsetzen, welche werden stoppen, welche werden neu entstehen? Schließlich umreiße ich die Zukunft in allen Lebensbereichen, etwa in der Gesundheit, in der ich zu überwältigenden Schlüssen komme, aber auch die ethischen Probleme, die der Fortschritt in diesen Gebieten aufwirft. Außerdem erfahrt ihr, wieso wir in Zukunft auf Organspende verzichten können und sich das Bevölkerungsproblem von alleine lösen wird. Wenn man alle Lebensbereiche zusammenführt, dann lässt das nur einen Schluss zu – die Globalisierung wird weitergehen, aber auf eine komplett neue Art. Die Menschheit wird zur planetaren Zivilisation werden, zur sogenannten Zivilisation Typ 1 – die Menschheit wird sich neu erfinden.

Diese blühende Zukunft ist jedoch an Bedingungen geknüpft. Denn man muss kein Politologe sein, um zu erkennen, dass wir von dieser Welt noch Lichtjahre entfernt sind. Diese Bedingungen müssen wir erfüllen. Und die aller größte davon ist, dass wir den Klimawandel stoppen müssen. Im letzten Kapitel des Buches erkläre ich zu erst die physikalischen Fakten zum Klimawandel. Wenn man sich diese dann auf der Zunge zergehen lässt, gerät man schnell in Panik. Wir stehen kurz vor dem Beginn einer Zeit, in der irreversible Prozesse in Gang gesetzt werden, die sich über Jahrtausende fortsetzen werden und eine unbewohnbare Erde zur Folge haben werden – das wäre der definitive Weltuntergang. Unsere Chancen stehen schlecht, aber prinzipiell ist es noch schaffbar. Dafür reicht aber, dass was wir jetzt machen auf keinen Fall. Wir müssen radikale Schritte gehen um diesen Prozess aufzuhalten – aber für das Überleben der Menschheit sollte uns kein Preis zu hoch sein.

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(T)raumschiff Erde- Teil 2- Wir- Eine Bestandsaufnahme

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfunding für mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video am Ende dieses Beitrags. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse und viele weitere Infos findest du hier.

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Inhalt des zweiten Teil meines Buches:

Wir-Eine Bestandsaufnahme

Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Sie ist komplexer und vernetzter als je zuvor und dennoch voller Widersprüche. Sie hat uns die erfolgreichste und bequemste Zeit in unserer Geschichte eingebracht und könnte uns dennoch in den Untergang stürzen. Der zweite Teil meines Buches (T)raumschiff Erde ist ein Querschnitt durch die aktuelle Gesellschaft. Wieso genau wir uns an eine besonderen Schwelle befinden, wird schon im ersten Kapitel deutlich klar. Es dreht sich rund um das Thema Energie. Dafür führe ich in die sogenannte Karadshow-Skala ein, die Zivilisationen nach ihrer Fähigkeit, Energie zu nutzen und zu erzeugen einordnet. Die Menschheit befindet sich dort kurz vor einem großen Sprung. Doch derzeit ist unsere Energieerzeugung voll von Widersprüchen, denn der überwiegende Teil unseres Stroms kommt vom teuersten, ineffizientesten, umwelt- und gesundheitsschädlichsten Lieferanten, den es gibt. Doch die Natur bietet uns beinahe unbegrenzte Energiereserven. Egal, ob wie die Kraft der Plattentektonik nutzen, die unterschätze Solarenergie ausbauen oder doch auf Windkraft setzen, all diese Optionen können um ein Vielfaches mehr Energie erzeugen als fossile Brennstoffe. Doch ich widme mich auch ganz anderen Möglichkeiten zur Energieerzeugung, mit der wir nicht nur unseren derzeitigen Bedarf decken können, sondern auch andere unvorstellbare Dinge leisten können. Dafür müssen wir jedoch die Erde verlassen. Wir müssen die Energie direkt von der Sonne nehmen, etwa mit riesigen Solarparks im Weltraum. Und eins darf natürlich nicht fehlen, wenn es um die Energie geht: Die gute alte Kernfusion, die seit einem Jahrhundert gefühlt immer 20 Jahre in der Zukunft liegt. Wie aussichtsreich diese Technologie wirklich ist, erfahrt ihr dort ebenfalls. Ich habe dem Thema Energie nicht ohne Grund das erste Kapitel gewidmet. Denn die Fähigkeit Energie zu nutzen, war schon immer eine gute Möglichkeit, um sich ein Bild der gesamten Gesellschaft zu machen. Immer wenn sich der Energiemarkt radikal veränderte, veränderte sich die ganze Gesellschaft.

Doch obwohl wir die Natur heute erforschen, verändern und auch kontrollieren, kann sie uns noch immer gefährlich werden. Bis heute beflügeln Weltuntergangsszenarien die Phantasien der Menschen. Aber bis heute haben wir noch keine wirksame Abwehrstrategie. Bis heute sterben noch Menschen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und anderen Katastrophen. Und auch aus dem All kommt die Gefahr – in Form von Asteroiden und Kometen. Überall scheinen Gefahren zu lauern, ist unser Ende nah? Wie wir uns dagegen währen könnten und welche Pläne tatsächlich in der Mache sind, das beschreibe ich ebenfalls in diesem Kapitel. Wusstet ihr etwa, dass die NASA schon einmal einen Asteroiden gerammt hat und für 2022 plant, testweise die Bahn eines Asteroiden abzulenken. Wusstet ihr, dass eine der größten Gefahren auf der Erde im malerischen Yellowstone-Nationalpark in den USA liegt? Werden wir jemals Erdbeben und Vulkanausbrüche verhindern können? Noch im 20.Jahrhundert hat man gedacht, schon um die Jahrtausendwende würden über 10.000 Menschen dauerhaft im All leben und arbeiten – derzeit sind es gerade einmal sechs Menschen. Haben wir uns langsamer entwickelt oder hatten unsere Vorfahren nur keine Ahnung von den enormen Herausforderungen?

In einer anderen Sache sind wir jedoch schon so weit, wie es sich vor 20 Jahren niemand erträumen ließ – der Digitalisierung. So hat ein Chip, der in einer Postkarte oder Geburtstagskarte steckt, die ein Geräusch erzeugt 10.000 mal mehr Rechenleistung als das Raumschiff, welches Menschen vor 50 Jahren zum Mond brachte. Ohne Computer wäre nichts von dem möglich, was die Gesellschaft heute ausmacht – und dennoch agieren sie vor allem im Hintergrund. Natürlich gehe ich auch den Gefahren nach, die zu intelligente Computer mit sich bringen und komme in der Hinsicht auf eine relativ beruhigende Sicht. Gefährlicher ist in dem Bereich etwas ganz anderes. Es gibt kaum ein Begriff, der mehr polarisiert als Digitalisierung. Wenn es ihn gibt, dann ist es Globalisierung. Auch diesem Thema widme ich natürlich ein Kapitel. Dort beantworte ich brennende Fragen, wie die Möglichkeit einer nachhaltigen Globalisierung, die verschiedenen Aspekte der Globalisierung und ziehe ein Fazit, ob wir die Vorzüge der Globalisierung behalten können, ohne das andere Teile der Welt weiter einstecken müssen. Der letzte Aspekt der heutigen Gesellschaft, den ich im zweiten Teil des Buches beleuchte ist die Bevölkerungsentwicklung. Ich zeige, wie eng die Bevölkerung mit anderen Dingen wie der Globalisierung, dem Reichtum und den sozialen Standards verbunden ist und präsentiere einen Weg, den wir gehen können, auf dem sich das Bevölkerungsproblem selbst lösen würde. Ich zeige verschiedene Modelle, wie sich die Bevölkerung abhängig von anderen Dingen in Zukunft entwickeln wird und wie die Umwelt und die Gesellschaft damit klar kommen kann. Doch final liegt die Bevölkerungsentwicklung wie so viele andere Dinge ganz alleine in unserer Hand.

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(T)raumschiff Erde- Teil 1- Die Geburt eines Wunders.

Dies ist ein Beitrag, der im Rahmen einer Reihe rund um ein Crowdfundingfür mein Buch (T)raumschiff Erde entstanden ist. Das Buch kannst du dir jetzt exklusiv als Hardcover für dich oder deine Lieben als Weihnachtsgeschenk sichern. Gleichzeitig unterstützt du die Trinkwasserversorgung in Nord-Äthiopien. Wie? Das verrate ich dir im Crowdfunding-Video. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Titel des Buches, wo ich es drucken lasse und viele weitere Infos findest du hier.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Hören und würde mich freuen, wenn ihr mich dabei unterstützt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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Inhalt des ersten Teil meines Buches:

Die Geburt eines Wunders

Unser Universum ist von überwältigender Schönheit. Bunte planetare Nebel, die in allen erdenkbaren Farben strahlen, riesige wabenförmige Strukturen, die sich über Milliarden Lichtjahre erstrecken und eine riesige Vielfalt an Planeten und Sternen. Unsere Erde ist das Musterbeispiel dafür. Kann all das Zufall sein? Um ein Universum wie unseres zu erzeugen sind so viele aneinander gekettete Zufälle notwendig, dass die Wahrscheinlichkeit für unsere Existenz gegen Null geht. Ist unser Universum also designt? Wie stichhaltig ist die Urknalltheorie wirklich, die von vielen als die Theorie gepriesen wird, die alles erklären kann? Wie entstehen Sterne und Galaxien? Wieso sind diese so verteilt, wie sie es sind? Wie können aus winzigen Staubpartikeln Planeten entstehen? Wie wird aus unbelebter Materie Leben? Wer waren wirklich die ersten Menschen? Welchen Weg ging unsere Zivilisation in den letzten Jahrhunderten und was lässt sich daraus für unsere Zukunft sagen? Den ersten Teil meines Buches (T)raumschiff Erde widme ich der sagenhaft spektakulären Entstehung unserer Welt. Wie unmittelbar und direkt physikalische Prinzipien, die jeder verstehen kann mit der Tatsache verknüpft sind, das es uns gibt ist absolut faszinierend. Wie Vorgänge, die sich in kleinsten überhaupt sinnvollen Größenskalen abspielen unseren Nachthimmel formen ebenso. Nachdem mich im ersten Kapitel den historischen Gedankengängen zur Entstehung der Welt, dem Mysterium des Momentes des Urknalls und den Problemen der Urknalltheorie widme präsentiere ich im zweiten Kapitel das leistungsfähigste Modell, das die Wissenschaft je entwickelt hat – ich nehme an, alle Physiker würden depressiv, sollte es sich als falsch erweisen. Dieses Modell löst eigentlich alle Probleme auf eine solch elegante Weise und benötigt dafür keine willkürlichen Annahmen oder Extradimensionen, um zu funktionieren. Das wohl befriedigendste daran ist wohl, dass es relativ einfach zu verstehen ist.

In den folgenden Kapiteln beschäftige ich mich detailliert mit der Entstehung des Sonnensystems und der Erde. Dabei erkläre Eigenschaften unserer heutigen Welt und erkläre ihre Entstehung anhand von physikalischen Grundprinzipien. So erfahrt ihr in diesen Kapiteln, wieso Planeten plötzlich einfach anfangen ihre Bahnen zu verlassen, was der Sonnenwind ist und wie der Mond nicht entstand. Doch ich werfe den Blick auch auf weiße Flecken der Wissenschaft und die Fragen, die noch immer offen sind. Gerade bei der Entstehung von Planeten gibt es noch sehr viele offene Fragen: Wieso gehen Gesteinsbrocken bei ihrer Kollision nicht kaputt, sondern bleiben aneinander haften, wie fingen winzig kleine Staubteilchen an einander anzuziehen, wenn ihre Gravitationskraft doch gar nicht dafür ausreicht? Auch wenn diese Fragen eher konstruiert und so fern in Raum und Zeit scheinen, sind sie von absolut elementarer Bedeutung. Die damaligen Prozesse haben dafür gesorgt, dass die Erde lebensfreundlich geworden ist. Natürlich werfe ich meinen Blick auch auf die junge Erde in dieser Ära, auch wenn sie zu dieser Zeit mit der Erde etwa so viel zutun hatte wie Quantenphysik mit Eiskunstlauf.

In einem weiteren Kapitel widme ich mich dann voll und ganz unserem Heimatplaneten. In dieser Zeit bildeten sich heutige Oberflächenmerkmale, die Erdplatten, Vulkanismus und auch der Erdkern und der Erdmantel. Detailliert beschreibe ich dort die Verwandlung der Erde von einet Gluthölle in eine lebensfreundliche Welt. So beschreibe ich den Prozess der Abkühlung und wie sich der Erdkern überhaupt gebildet hat. Auch auf die Atmosphäre gehe ich oft ein – wusstet ihr etwa, dass sie Erde in ihrer Geschichte vier verschiedene Atmosphären hatte und die Ozeane schon einmal violett waren? Diese Teil ist für das gesamte Buch elementar. Denn wenn man wirklich ein Gefühl dafür bekommen möchte und die Verantwortung spüren möchte, die man für unsere Erde hat, dann muss man sich vor Augen führen, wie unwahrscheinlich sie ist. Deshalb widme ich ein ganzes Kapitel den Besonderheiten der Erde, die notwendig sind, damit Leben entstehen kann. So hat die Lebensdauer der Sonne, der Planet Jupiter und die Größe der Erde etwas damit zutun. Dennoch: Trotz mehreren Jahrzehnten, in denen wir Planeten in unserer ganzen Galaxis erforscht haben, gibt es keinen Hinweis darauf, dass einer davon so lebensfreundlich ist wie unsere Erde. Wenn man sich anschaut, wie sie die Weltbilder in den Jahrtausenden veränderten, dann hat das auch einen philosophischen Blickwinkel – vielleicht ist die Erde doch etwas besonderes, trotz ihrer unbedeutenden Stellung im Universum. Ist unsere Erde ein Sonderfall und haben wir unglaubliches Glück? Dieser Frage nähere ich mich dort aus verschiedenen Perspektiven.

Außerdem geht es um eine weitere Frage, die ganz eng mit der Geschichte und der Besonderheit der Erde verknüpft ist: Der Entstehung des Lebens. Es gibt unterschiedlichste und teils kühne Theorien über die Entstehung des Lebens. Zunächst stelle ich jedoch die Frage, was Leben überhaupt ist und was es von unbelebter Materie unterscheidet. Die vermutete Antwort darauf ist sowohl unspektakulär als auch atemberaubend. Nachdem also eine der größten Fragen der Menschheit, die Jahrtausende der Religion überlassen wurde, endmystifiziert wurde kann man sich auch der Entstehung des Lebens auf der Erde widmen. Wo entstand es wirklich? Im Wasser, an Land, im All? Alle von diesen Theorien stelle ich vor, darunter auch die sogenannte Panspermie, die davon ausgeht, dass das Leben im All entstanden ist. Am Ende kommen wir jedoch zum Schluss, dass vermutlich keine der populären Theorien die richtige ist. Doch aus der Frage, was Leben ist kann man auch etwas ganz anderes machen. Wie besonders ist Leben? Entsteht Leben immer, wenn die richtigen Bedingungen lang genug vorhanden sind oder ist ein besonderer Zufall dafür notwendig. Obwohl wir diese Phase heute hinter uns haben, ist diese Frage dennoch von zentraler Bedeutung für unser Weltbild. Denn dies ist die Frage, die wir beantworten müssen, wenn wir uns die Frage stellen, ob Leben auch anderswo im Universum entstanden ist und vor allem wie oft Leben anderswo entstanden ist. Auch die Antwort darauf ist revolutionär.

Nachdem ich die Phase bis zur Entstehung des Lebens eingehend erklärt habe, beschreibe ich die jüngere Vergangenheit. Es geht von der Entwicklung der ersten Lebensformen bis zu den direkten Vorfahren des Menschen. Um diesen geht es dann im finalen Teil. Zunächst beschreibe ich die Lebensweise unserer Vorfahren in der Steinzeit und die größte Revolution der Menschheitsgeschichte, die sogenannte neolithische Revolution. Der Wesenszug dieser Zeit wird entscheidend für die späteren Teile sein, in denen ich die jetzige Gesellschaft aus verschiedenen Blickwinkeln erkläre, denn dies war der Beginn eines neuen Kapitels der Menschheit. Um die große zweite Revolution geht es dann im finalen Kapitel, die industrielle Revolution. Was das eigentlich ist, was sie auszeichnet und wieso sie so wichtig ist, führt dann zu einem vollkommenen Verständnis dafür, wie die Welt so geworden ist, wie sie heute ist.

Das Crowdfunding-Video:

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(T)raumschiff Erde – Der Titel

Mein erstes Buch ist aktuell im Rahmen einer Crowdfunding Aktion bei Startnext erhältlich. Wenn du es dir jetzt sicherst, erhältst du es noch vor Weihnachten zugesandt.

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Wieso heißt mein Buch (T)raumschiff Erde? Das möchte ich euch heute erklären.

Zum ersten Mal in zwei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte verließ der Mensch seine Heimat und reiste zu einem anderen Himmelskörper. Es war Heiligabend 1968, die drei Astronauten der Apollo 8 waren am Ziel einer dreitägigen Reise und umkreisten den Mond. Als das Raumschiff sich drehte und der Astronaut William Anders zufällig aus dem Fenster sah, erblickte er etwas, was noch kein Mensch vor ihm gesehen hat – die aufgehende Erde über dem Horizont des Mondes.

Jemand, der die Erde aus dieser Perspektive gesehen hat, wird sie nie wieder mit gleichem Auge sehen. Die Astronauten berichten von tiefer Ehrfurcht und einem Gefühl der Verbundenheit zur Menschheit und unserem Planeten, aber auch von dem bedrückenden Gefühl die Erde umschlossen vom Vakuum des Alls zu sehen und zu wissen, dass man zwar alle Sorgen, Probleme, Krisen und Erfolge die es ja gab mit einem Daumen verdecken kann und dennoch die gesamte Existenz der Menschheit alleine von dieser blauen Kugel abhängt. Die Astronauten sahen, dass die Erde nicht unbegrenzt ist, sie hat nicht unbegrenzt Platz und auch nicht unbegrenzt Ressourcen. Sie ist wie ein Raumschiff und wir alle fliegen als die Besatzung des Raumschiffs mit. Es gibt keinen Notausgang – wir müssen die Reise fortsetzen.

Dieser Gedanke ist älter als das Raumfahrtzeitalter. Schon 1879 als man sich dem Einfluss des Menschen auf die Natur noch gar nicht umfassend bewusst gab wurde die Metapher erstmals in einem Werk des Ökonomen Henry George erwähnt. Die 60er brachten dann zum einen die spektakulären Bilder des Apollo-Programms, die allen Menschen auf der Welt die Einzigartigkeit der Erde auf einen Schlag bewusst machten, die massiv zunehmende Umweltverschmutzung und die Umweltbewegungen. So sprach der demokratische US-Politiker Adlai Stevenson 1965 vor dem Wirtschafts- und Sozialrat der UN:

„Wir reisen zusammen, Reisende auf einem kleinen Raumschiff, abhängig von seinen gefährdeten Reserven an Luft und Erde; alle zu unserer eigenen Sicherheit seinem Schutz und Frieden verpflichtet; bewahrt vor der Vernichtung nur durch die Fürsorge, Arbeit und, ich möchte sagen, die Liebe, die wir dem zerbrechlichen Fahrzeug geben. Wir können es nicht instand halten halb glücklich, halb elend, halb zuversichtlich, halb verzweifelt, halb Sklave – der alten Feinde der Menschen – halb frei, mit einer bis zum heutigen Tag nie erträumten Freisetzung von Ressourcen. Kein Fahrzeug, keine Besatzung kann mit solch enormen Widersprüchen sicher reisen. Von ihrer Auflösung hängt unser aller Überleben ab.“

Was Adlai dort verdeutlicht ist dieselbe Zwangslage des 20.Jahrhunderts, die Apollo 8 uns wenige Jahre später verdeutlichte. Doch der Wille und die Innovationen waren da. Schon zur Jahrtausendwende sah man die Menschheit mit Kernfusion Energie erzeugen, Ressourcen auf anderen Planeten nutzen, klimaneutral fliegen. Es sollte anders kommen.

50 Jahre und 88,18 ppm CO2 später stehen wir kein Stück besser da. Die Kernfusion hat sich als physikalische Sackgasse entpuppt, die Umweltbewegungen brachen ein, das Apollo-Programm wurde vorzeitig beendet. Zwar hat sich die Natur seitdem regeneriert (Wasserqualität gestiegen, Ozonloch verkleinert, Schadstoffaustoß gesunken), doch die CO2-Emissionen stiegen weiter an. Tatsächlich befinden wir uns heute in einer recht ähnlichen Lage wie in den 60ern. Entdeckungen von Planeten in anderen Sonnensystemen zeigten uns, dass unsere Erde in ihrer Lebensfreundlichkeit absolut einzigartig ist, denn unter den hunderten entdeckten Planeten ist keiner so lebensfreundlich wie die Erde. Den Menschen wir langsam aber sicher bewusst, dass wir in der finalen Phase der ökologischen Krise stehen und gleichzeitig in der letzten, in der wir noch etwas tun können. Auch dort sind Parallelen zwischen den heutigen Bewegungen und den Umweltbewegungen der 60er zu finden. Doch wir können es besser machen. Wir können dafür sorgen, dass nicht wieder alles so läuft wie damals und wir so weitermachen. Wir können den Protest aufrecht erhalten. Und wir müssen es auch, denn das wird die letzte Chance sein, die wir haben.

Gewissermaßen kann Forschung Menschen sensibilisieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand, der die Erde aus dem All gesehen hat, je die AfD wählen würde. In den 60ern war das Foto Earthrise, was einer der Astronauten der Apollo 8 schoss der Höhepunkt der Umweltbewegungen. Heute wissen wir viel mehr über die Erde und ihre Einzigartigkeit. Wir haben mittlerweile Raumsonden zu jedem Planeten des Sonnensystems entsendet und mussten feststellen, dass jeder von ihnen für Leben ungeeignet ist. Wir haben mittlerweile eine grobe Ahnung davon, wie unser Universum, das Sonnensystem, die Erde und das Leben selbst entstanden sind und verstehen, wie unwahrscheinlich all das war und wie viele Zufälle es erforderte. Die Erde ist somit nicht nur ein einzigartiges und zerbrechliches Raumschiff Erde, sie ist auch ein (T)raumschiff Erde, auf das wir alle angewiesen sind und welches eine blaue Oase mitten in der Leere des Alls darstellt, in der Leben gedeihen kann.  Wir wissen, dass die Erde im Vergleich zum Kosmos nichts ist und wir wissen auch, dass die Erde für uns alles ist. All das macht sie zum (T)raumschiff Erde. Also setzen wir uns endlich ans Steuer und geben einen klaren Kurs vor, mit dem wir unser (T)raumschiff Erde nicht gegen die Wand fahren. Damit aus dem (T)raumschiff Erde kein (Albt)raumschiff Erde wird.